Große Geschichten 36: Bernhard Sinkel – Die Kinofilme

Posted on 7. März 2011

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Große Geschichten 36:
Bernhard Sinkel – Die Kinofilme (Lina Braake, Berlinger, Der Mädchenkrieg, Taugenichts, Kaltgestellt, Der Kinoerzähler)

Die Kinofilme des Regisseurs und Autors Bernhard Sinkel – in einer exklusiven Edition erstmals auf DVD! Inklusive sechs Interviews mit Bernhard Sinkel zu den einzelnen Filmen.

Lina Braake
Lina Braake ist 81 Jahre alt. Sie lebt in einem Mietshaus, wo sie durch den Eigentümer ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt bekommen hat. Als dieser jedoch stirbt, werden seine Schulden mit dem Wert des Hauses aufgerechnet. Das Haus gehört jetzt der Bank. Die Bank beginnt mit der Sanierung des Hauses und bringt Lina Braake in ein Altenheim. Die alte Frau ist darüber erbost, weiß sich allerdings nicht zu helfen. Im Altenheim lernt sie den 84-jährigen pensionierten Bankkaufmann Gustav Härtlein kennen, der wegen diverser Bankbetrügereien entmündigt ist und strafrechtlich nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann. In ihm hat sie den richtigen Partner gefunden, um sich an der Bank zu rächen. Gustav kann Lina davon überzeugen, dass ein Landhaus auf Sardinien der viel bessere Platz für die letzten Lebensjahre sei. Es fehlt ihnen für die Realisierung des Traumes nur das nötige Geld. Aber hierzu hat Gustav eine Idee. Gemeinsam entwerfen sie einen Plan von Kreditbetrug an der Bank.

Berlinger
Der Industrielle Lukas Berlinger stellt Individualität über alles. Seine Einstellung bewahrt ihn vor Mitläufertum. Als kriegswichtiger Wissenschaftler bleibt ihm im Dritten Reich der Dienst an der Waffe erspart. Aber das bewahrt Berlinger nicht vor der Teilhabe am Krieg. Weil er die Nazis zutiefst verabscheut, überträgt er die Leitung seiner Fabriken an seinen Freund Roeder , einem Mitglied der NSDAP. Als die Gestapo Berlingers Frau Marlit verhaftet, flieht er aus Deutschland. Erst in den 60er-Jahren kehrt er zurück ­ und trifft Roeder wieder…

Der Mädchenkrieg
Der Mädchenkrieg erzählt die Geschichte einer deutschen Familie in Prag, in den Jahren 1936 bis nach 1945. Jahre, in denen in Europa und der ganzen Welt der Teufel los war und die Hölle sich von Deutschland aus verbreitete.

Taugenichts
Ein junger Mann sucht die Freiheit und wird letztlich doch angepasst. Um der Gesellschaft zu entfliehen, wandert er nach Süden, landet in einem Schloss in der Nähe von Wien, arbeitet dort eher lustlos als Gärtner und Zolleinnehmer, verliebt sich in die schöne Aurelie, die er fälschlicherweise für eine Gräfin hält, (die in Wirklichkeit jedoch die Nichte des Portiers ist), zieht weiter nach Italien, wird von den Bewohnern eines Schlosses für ein Mädchen gehalten, erfährt dort was es mit den „Brotlosen Künsten“ auf sich hat und kehrt nach einigen Abenteuern schließlich zur Geliebten nach Österreich zurück, wo ihn eine bürgerliche Laufbahn erwartet. Er wird zum Besitzer einer Dampfmühle, denn die Gesellschaft kann einen wildlaufenden Einfaltspinsel und Anarchisten ohne Kontrolle nicht gewähren lassen.

Kaltgestellt
Jeden Morgen, seitdem seine Frau Juliane ihn verlassen hat, joggt der Berufsschullehrer Brasch durch die Straßen Berlins und nimmt es vergeblich mit dem regelmäßigen S-Bahn Zug auf. Seine 12-jährige Tochter Anna macht inzwischen Frühstück. An einem dieser grauen Vormittage nimmt sich der Schüler Kapuste das Leben. Kapuste hatte sich von einem V-Mann des Verfassungsschutzes namens Körner anwerben lassen, um Mitschüler und Brasch zu bespitzeln. Dem psychischen Druck ist er nicht gewachsen. Für den Verfassungsschutz ist der Tote eine unangenehme Panne. Brasch, dem die Umstände des Selbstmords zugespielt werden, will die Angelegenheit einer Zeitung übergeben. Jetzt muss Körner eingreifen. Aber vergeblich setzt er Brasch unter Druck und nur in letzter Minute können seine Vorgesetzten einen Skandal vermeiden.

Der Kinoerzähler
Wenn der Kinoerzähler mit seinem Enkel Paul an der Hand an seinen Arbeitsplatz im Apollo-Kino geht, wo er den Zuschauern der Stummfilme die Ereignisse auf der Leinwand näherbringt, fühlt er sich als großer Künstler. Sowohl seine Frau als auch seine Geliebte sehen ihn eher als liebenswerten, filmbesessenen Kauz. Doch eines Tages entschließt sich der Kinobesitzer Theilhaber sein Lichtspielhaus auf Klangfilm umzurüsten. Die sprechenden Bilder werden zum Todfeind des Kinoerzählers: Je lauter sie tönen, desto weniger darf er sagen; sein Beruf wird überflüssig…

DVD INFO:

6 DVDs, Genre: Drama / Tragikomödie, Laufzeit: 793 Min. , Bildformat: 4:3, Tonformat: DD 2.0 Mono, Sprache: Deutsch, FSK: ab 12 Jahren, EAN: 4031778160043

VÖ: 25.03.2011

Hochauflösende Cover- und Szenenmotive zu diesem Titel gibt es hier.

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