Aghet – Ein Völkermord

Posted on 20. April 2011

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Aghet – Ein Völkermord

Der 90-minütige Dokumentarfilm „Aghet“ (armenisch: „die Katastrophe“) von Eric Friedler erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs: dem Genozid an den Armeniern, bei dem bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanisch-Türkischen Reich starben. Dieser Völkermord wird allerdings bis heute von der Türkei als historische Tatsache nicht anerkannt und von der Welt weitgehend ignoriert. „Aghet“ beschäftigt sich mit den politischen Motiven für das bis heute andauernde Schweigen.
Für den Film wurde der Verlauf des Völkermordes aus zahlreichen historischen Quellen rekonstruiert. 23 Schauspieler wie Martina Gedeck, Sylvester Groth, Thomas Heinze, Sandra Hüller, Gottfried John, Burghart Klaußner, Joachim Król, Peter Lohmeyer, Ulrich Noethen, Katharina Schüttler, Charlotte Schwab, Thomas Thieme und Ludwig Trepte verleihen lange verstorbenen Zeitzeugen Stimmen von beklemmender Authentizität.

Auszeichnungen

  • Deutscher Fernsehpreis 2010 in der Kategorie „Beste Dokumentation“
  • Grimme Preis 2011 in der Kategorie „Information und Kultur“
  • Gold World Medal des New York Filmfestival 2011 in der Kategorie „Dokumentation / Informationsprogramm“
  • Humanitarian Award des International ARPA Filmfestival Los Angeles 2011

Aus der Begründung der Grimme-Jury:
„Aghet“ von Eric Friedler ist ein Glücksfall – trotz seiner bestürzenden Thematik. Denn der Film über den Völkermord an den Armeniern entreißt diesen von vielen ignorierten Genozid, der ab 1915 rund 1,5 Millionen Menschen das Leben kostete, dem Vergessen. „Aghet“ zeigt aber vor allem auch, wie aktuell und kontrovers er bis heute bleibt. Dabei bietet Friedlers Film nicht nur eine hervorragend recherchierte Dokumentation des so lange verleugneten Völkermords im nahen Osten. „Aghet“ schlägt zudem gekonnt gleich mehrere Brücken in die heutige Zeit. … Dass in „Aghet“ die erste Garde deutscher Schauspieler – von Martina Gedeck über Ludwig Trepte bis zu Hans Zischler oder Burkhard Klausner – diese Briefe und Gedanken vortragen, dürfte – und sollte – Schule machen. Denn diese Art, dokumentarischen Texten zum Leben zu verhelfen, umschifft gekonnt alle Probleme und Fragwürdigen des in historischen Dokumentationen mittlerweile handelsüblichen fiktiven Nachspielens. Und wirkt in der sparsamen Inszenierung ungleich persönlicher und eindringlicher.

DVD INFO:

1 DVD, Genre: Dokumentation, Laufzeit: 93 Min. , Bildformat: 16:9, Tonformat: DD 2.0 Stereo, Sprache: Deutsch / Englisch, FSK: ab 12 Jahren, EAN: 4031778160098

VÖ: 21.04.2011

Hochauflösende Covermotive zu diesem Titel gibt es hier.

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